Der Markt

Рынок

Wen man vom Markt spricht, stellt sich der gewöhnliche Sterbliche meistens einen Wochenmarkt vor, wo an vielen Ständen Obst, Gemüse, Blumen, Unterhosen, Pullover herumliegen. Die Marktfrauen locken die Kunden mit lauter Stimme herbei und bieten ihre Waren an.

Es gibt also Angebot und Nachfrage.
Einige Märkte sind Weltbekannt wie zum Beispiel der Hamburger Fischmarkt, der Pariser Flohmarkt oder der Grundstücksmarkt, der Baumarkt und so fort.
Manche Märkte heißen gar nicht Markt, sondern Börse. Da gibt es unter anderem die Wertpapierbörse, die Getreidebörse, die Frachtenbörse.

Natürlich kosten alle Waren und Dienstleistungen, die man haben möchte, Geld, aber nicht immer gleich. Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage, wie man sehr gut beim Obst und Gemüse sehen kann. Im Sommer ist das Angebot größer als die Nachfrage. Wenn der Händler nicht auf seiner Ware sitzenbleiben will, muss er die Preise senken. Im Winter, wo jeder scharf ist auf Vitamine und was Grünes, ist die Nachfrage nach frischem Obst und Gemüse oft größer als das Angebot. Dann steigen die Preise, und zwar so lange, bis sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen haben.

So kann man eigentlich sagen, dass der Preis eine Art Wegweiser ist, nicht nur für Verbraucher, sondern auch für Unternehmer.
In unserer Marktwirtschaft wird nämlich niemand gezwungen, ein Produkt zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Sind die Preise niedrig, verdient der Händler wenig oder nichts. Es sind eben zu viele Konkurrenten auf dem Markt, die sich gegenseitig überbieten. Für den Verbraucher ist das gut. Aber das Ding hat einen Pferdefuß.
Wenn die Unternehmer nicht mehr genug verdienen, besteht die Gefahr, dass sie Pleite gehen. Wenn weniger anbieten, können die Übriggebliebenen höhere Preise verlangen.

Bei hohen Preisen macht der Unternehmer gutes Geschäft. Der lockt wieder andere Unternehmer an wie der Honig die Bienen. Sie bieten die gleichen Waren auch an, und was passiert? Die Preise rutschen.
Schon die alten Marktforscher wussten: Konkurrenz belebt das Geschäft. Nehmen wir nur mal den Automarkt. Hier stehen viele Marken und Modelle zur Auswahl. Und was tut der Käufer? Er kauft bei dem Hersteller oder Händler, der ihm das günstigste Angebot macht.
So zieht der Verbraucher seinen Nutzen aus dem Wettbewerb, der auf den Märkten herrscht. „Und das“, sagt mein Vater, „ist bereits eine soziale Leistung unserer Marktwirtschaft.“

Aber das ist ein Kapitel für sich.